Handballregion Bottwar JSG

31.03.2019 Wieder einmal verliert die HABO nach großem Kampf denkbar knapp mit einem Tor gegen die Roten Teufel der Ortenau (29:30). In der gut besuchten Wunnensteinhalle sahen die 250 Zuschauer am Sonntag einen schlechten Start der HABO. Nach 10 Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 1:6 zurück. Nach 20 Minuten, beim Stand von 6:11, berief das Trainergespann Buck/Nicolaus bereits seine zweite Team-Time-Out-Besprechung ein. Die HABO erhöhte anschließend das Risiko mit dem siebten Feldspieler und konnte zur Halbzeit zum 11:14 aufschließen. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich die HABO wieder auf ein Unentschieden heran. Doch das Glück und die Schiedsrichterentscheidungen waren nicht auf der Seite der HABO, so dass der TuS Schutterwald glücklich mit einem Tor gewann.

Ergebnis

HABO vs. TuS Schutterwald                        29:30 (11:14)

Schlechter Start der HABO

Ein Sieg, und die HABO hätte gleich zwei Plätze in der Tabelle nach oben klettern können. Das Spiel gegen die Roten Teufel hatte also durchaus eine Brisanz, da der Gegner sich dann auch hinter den Gastgebern hätte einreihen müssen. Dementsprechend motiviert gingen beide Mannschaften an den Start. Die HABO kam am Anfang jedoch nicht mit der kurzen Deckung gegen Timm Buck zurecht. Nach 20 Minuten, beim Stand von 6:11, beantragte das Trainergespann Buck/Nicolaus bereits sein zweites Team-Time-Out. Die HABO erhöhte das Risiko mit dem siebten Feldspieler und konnte zur Halbzeit zum 11:14 aufschließen. Dabei erlaubte sie sich noch den Luxus, vor der Halbzeit drei Großchancen zu vergeben.

Handball-Krimi in der zweiten Halbzeit

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte die HABO gleich ein Zeichen setzen und verkürzte auf 12:14. Doch durch einfache Zuordnungsfehler in der Abwehr zog der TuS Schutterwald wieder auf 14:18 (35. Minute) davon. Die HABO nahm jetzt ihr Kämpferherz in beide Hände und konnte durch eine gesteigerte Abwehrleistung auf 18:20 verkürzen. Dabei lieferte der Innenblock mit Jan Kürschner und Timm Buck eine tolle Leistung ab. Immer wieder zwang die HABO den Gegner ins passive Spiel. Doch die schlechte Chancenverwertung der HABO im Angriff erlaubt es den Gästen, wieder auf 19:23 weg zu ziehen (48. Minute). Die Gastgeber ließen sich aber nicht entmutigen und steigerten das Tempo. Innerhalb von vier Minuten war der Anschluss zum 23:24 (52. Minute) geschafft. In den letzten acht Minuten entwickelte sich ein Handball-Krimi. Beim Stand von 28:28 und eine Minute vor Schluss brachte sich der TuS Schutterwald im Angriff wieder in Zeitnot. Der HABO gelang durch eine eigentlich saubere Verteidigung ein Ballgewinn, doch die Schiedsrichter entschieden zum Unverständnis aller HABOler noch einmal auf Foul. Den Freiwurf nagelte der Schutterwalder Rückraum direkt unter die Latte. Im folgenden Gegenangriff wurde Levin Rill dann von einem Abwehrspieler der Roten Teufel zu Fall gebracht, was die Schiedsrichter geflissentlich übersahen. Dadurch kam der TuS Schutterwald wieder in Ballbesitz. Speziell diese zwei Szenen machten wohl den Unterschied, wenngleich auf beiden Seiten in der Schlussphase noch zwei Tore fielen. Die Niederlage der HABO mit 29:30 tat sichtlich weh.

Es spielten: Im Tor: Max Wien, Adrian Zügel. Im Feld: Timm Buck (9/6), Nils Erdmann, Lars Eisele (2), Jan Kürschner (3), Paul Lang (1), Nick Luithardt (2), Levin Rill (1), Florian Rempfer, Maximilian Schädlich (3), David Schneider, Philipp Storz (2), Christof Ziegler (6). Auf der Bank: Trainer Jürgen Buck, Marc Nicolaus. Es fehlten: Leon Tingler (verletzt), Fynn Stewen (verletzt), Eric Benke (krank), Colin Höcht (verhindert)

Trainer Jürgen Buck: Die Jungs haben wieder einmal mit Herzblut gekämpft und hätten auch mindestens einen Punkt verdient gehabt. Aber die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung ging zu unseren Lasten; insbesondere die zwei Entscheidungen in der Schlussphase taten weh. Dennoch müssen wir uns vorwerfen lassen, nicht gleich zu Beginn der Partie auf der Höhe gewesen zu sein. Gerade das Zweikampfverhalten in der Abwehr und im Angriff bzw. die Chancenverwertung waren nicht gut genug, um den Gegner mehr unter Druck zu setzen. In der Summe zählt bei solch engen Spielverläufen letztendlich jede Aktion.

Nichtsdestotrotz bot dieser Nachmittag neben dem Handball-Krimi noch Erfreuliches. Die HABO-Minis durften mit den Jungs zu anheizender Musik einlaufen. Der Applaus müsste Lust auf mehr gemacht haben.

Vorschau:

Am Sonntag, 07. März, reist die männliche A-Jugend zu ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison zur SG Pforzheim/Eutingen. Die Gastgeber rangieren aktuell auf Platz 2 der Tabelle; hochklassiger Handball dürfte damit garantiert sein. Der Förderverein organisiert die gemeinsame Busfahrt und lädt zu diesem letzten Spiel drei Jugendmannschaften zur kostenlosen Mitfahrt ein. Alle übrigen Handballinteressierten sind selbstverständlich auch eingeladen, die Mannschaft zu begleiten (Erwachsene 10 EUR, Kinder und Jugendliche 7 EUR). Anmeldung: williknorr@t-online.de


 rempfer  1. April 2019   mA, Spielberichte